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Die tragische Geschichte hinter dem Valentinstag

  • Autorenbild: Janice Unruh
    Janice Unruh
  • vor 9 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit
Der Valentinstag, den wir am 14. Februar feiern, hat eine tiefere und überraschend ernste Geschichte, die weit über Rosen und Liebeskarten hinausgeht.


Im 3. Jahrhundert n. Chr. regierte der römische Kaiser Claudius II. – ein Mann, der versuchte, sein Reich zu stabilisieren und zu stärken, während das Christentum im Römischen Reich noch keine offizielle Anerkennung hatte. Claudius glaubte, dass unverheiratete Männer bessere Soldaten seien, weil sie keine familiären Verpflichtungen hätten, die sie von ihrem Dienst ablenken könnten.


Mit dieser Annahme verbot er jungen Männern, zu heiraten oder Eheverträge zu schließen. Er hoffte, so eine stärkere Armee zu schaffen durch diese junge, unverheiratete Männer.

Doch in dieser Zeit lebte ein christlicher Priester namens Valentin – ein Mann, dessen Überzeugung ganz anders war. Er glaubte fest, dass Ehe und Liebe ein Geschenk Gottes sind und dass junge Paare das Recht haben sollten, in einer von Gott gesegneten Beziehung zu leben.


Trotz des kaiserlichen Verbots traute Valentin heimlich junge Paare. Er wusste, dass er damit sein Leben riskierte – denn der Kaiser hatte eindeutige Anordnungen gegeben. Aber Valentin sah Ehe nicht als politische oder militärische Schwäche, sondern als geistlichen und menschlichen Reichtum, den Gott gewollt hat.


Als Kaiser Claudius von Valentins Verhalten erfuhr, ließ er ihn verhaften. Valentin wurde vor ein Gericht gebracht, verhört und gefoltert. Man sagt, er habe standhaft an seinem Glauben festgehalten, selbst als man versuchte, ihn von seiner Überzeugung abzubringen.

Am 14. Februar – dem Tag, an dem wir den Valentinstag feiern – wurde Valentin in Rom hingerichtet: Nachdem er Schläge und Steinigungen über sich ergehen ließ, wurde er schließlich enthauptet. Sein Tod galt als Zeugnis seiner Liebe – nicht nur zu Gott, sondern auch zu den Menschen, die er traute und ermutigte.


Die Geschichte von den Priester Valentin wurde im Laufe der Jahrhunderte weitergegeben, gewürdigt und schließlich mit dem Gedenken an die Liebe verbunden, nicht nur Liebe in der Partnerschaft sondern auch Liebe zwischen Freundschaften, Liebe zu Gott, Liebe zu seiner Gemeinde.


Sehr wenig an dieser Geschichte ist romantisch – es ist nicht romantisch, sich heimlich, mit Angst im Herzen, trauen zu lassen, und es ist nicht romantisch, den Tod ständig im Hinterkopf zu haben. Opfer zu bringen ist meistens nicht romantisch, und das merken wir spätestens nach ein oder zwei Jahren Ehe, wenn wir die Schwächen unseres Partners kennen und uns im heiteren Streit wiederfinden.


St. Valentins Zeugnis zeigt uns klar, dass Liebe so viel mehr, so viel tiefer und weiter ist als Rosen, Karten oder Date-Nights. All das können und sollten wir erleben – aber wenn Liebe nicht Hingabe, Mut und Opferbereitschaft enthält, was bedeutet dann der schönste Blumenstrauß?

Das Fundament jeder gesunden Beziehung baut sich auf Vertrauen, Dienstbereitschaft, Treue und der bewussten Entscheidung, dem anderen Gutes zu wollen – auch dann, wenn es uns etwas kostet. Liebe zeigt sich nicht zuerst in großen Gesten, sondern in tausend kleinen Entscheidungen: zuzuhören, zu vergeben, stehen zu bleiben, wenn Weggehen leichter wäre, den anderen höher zu achten als sich selbst.


Heißt das, dass Romantik in unserer Ehe oder Partnerschaft keine Bedeutung haben sollte? Auf keinen Fall. Liebe schließt Romantik nicht aus. Ehe lebt nicht aus Romantik – aber sie braucht Romantik, um lebendig zu bleiben.


Uns als Ehepaar fällt es nach fünf Jahren Ehe oft schwer, Romantik bewusst in unseren Alltag einzubauen. Denn je seltener wir Romantik leben, desto mehr verlernen wir sie.

Romantik hat leider oft eine fast kitschige Konnotation bekommen – etwas, das man eher jüngeren Paaren zuschreibt. Auch wenn wir das nicht bewusst so aussprechen, leben viele von uns innerlich danach. Und das finde ich schade.

Wir geben uns weniger Mühe, ein Zimmer zu dekorieren oder eine Karte zu schreiben. Es fällt uns schwerer, uns abends bewusst schön zu machen und zusammen essen zu gehen – weil es einfacher ist, auf dem Sofa zu bleiben und Netflix zu schauen.


Dabei investieren wir so viel Zeit in andere Bereiche: unsere Arbeit, die Gemeinde, Freundschaften. Und ich glaube, es kann unsere Ehe unglaublich bereichern, wenn wir wenigstens einmal im Monat einen Abend nur für uns beide reservieren. Vor kurzem habe ich gelesen, „Es ist besser, jetzt einen Babysitter, ein Restaurant, eine Reise zu bezahlen, als später die Ehetherapie"


Es darf Romantik geben, es darf Leichtigkeit geben in deiner Ehe. Es darf Umarmungen geben, Küsse, Tänze in der Küche, während deine Teens sich heimlich wegschleichen, weil es ihnen peinlich ist. Es darf Herz-Dekoration geben, kleine Liebesbotschaften auf Zetteln, Karten, die von Hand geschrieben werden, liebevolle Worte.


Der 14. Februar erinnert viele zuerst an St. Valentin – an einen Menschen, der nicht einfach nur existiert hat, sondern aus tiefer Überzeugung gelebt hat. Ein Leben, das er am Ende sogar hingegeben hat, weil seine Liebe und sein Glaube für ihn mehr wert waren als seine eigene Sicherheit.

Und irgendwie bleibt dieser Gedanke nicht bei ihm stehen. Er führt mich weiter – zu einem anderen Mann. Zu einem, der vor über 2000 Jahren hier auf dieser Erde ging. Einer, der Menschen sah, die übersehen wurden. Der Menschen berührte, die niemand berühren wollte. Der Wahrheit sprach, auch wenn sie unbequem war. Der Liebe lebte, auch wenn sie ihn alles kostete.

Und am Ende tat er das Unfassbare: Er gab sein Leben. Nicht, weil man es ihm nahm –sondern weil er es freiwillig gab. Aus Liebe. Für mich. Für dich. Für jeden von uns, lange bevor wir überhaupt wussten, dass wir ihn brauchen würden.


5 Ideen, um den Valentinstag zu feiern


Wie ich schon erwähnt habe, geht es beim Valentinstag nicht nur darum, eine Partnerschaft zu feiern. Wir feiern die Liebe – die Liebe zu unseren Freunden, zu unseren Eltern oder zu unseren Kindern. Es lässt sich so viel Schönes gestalten – auch wenn du in keiner Partnerschaft bist.


1. Karten mit deinen Kindern basteln: Bereitet gemeinsam Karten vor, die ihr an andere verschenken könnt – an Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder.

2. Einen Galentine’s Day mit Freundinnen planen: Trefft euch zum Essen, Kaffee oder Filmeabend und feiert die Liebe in eurer Freundschaft.

3. Herz-Kekse backen und verschenken: Backe Herz-Kekse, verziere sie liebevoll und schenke sie jemandem, der Ermutigung braucht.

4. Herz-Pizza als Date-Night: Bereite mit deinem Mann am Abend eine Herz-Pizza zu mit eure Lieblings Toppings und Lieblingsgetränk.

5. Herz-Girlande basteln: Bastle mit deinen Freundinnen oder mit deinen Kindern eine Herz-Girlande als kleine, liebevolle Dekoration.



 
 
 

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