top of page

Entfesselte Freiheit

Zum 14. Geburtstag, ich erinnere mich noch gut daran, habe ich mir Freiheit gewünscht. Freiheit, um all die Dinge zu tun, die mir von meinen Eltern zu dieser Zeit nicht erlaubt waren. Im Nachhinein finde ich das lustig, weil ich Freiheit damals so missverstanden habe. Andererseits glaube ich auch, dass darin eine Wahrheit steckt. Wir alle, ob bewusst oder unbewusst, sehnen uns nach Freiheit. Ich meine damit nicht die Freiheit, alles nach Belieben zu tun, sondern eine Freiheit, die Leichtigkeit und Zufriedenheit bringt, die nicht erdrückt oder bedrängt, sondern ein geheiligtes und gottgefälliges Leben ermöglicht.

Free Indeed Janice

Wir verstehen, das wir durch Sündenvergebung Freiheit erleben. Doch die Freiheit, die Jesus anbietet, ist mehr als die Vergebung unserer Sünden durch Jesus und einen Freifahrtschein in den Himmel. Ich glaube fest, dass Gott sich auch Freiheit in unserem Alltag für uns wünscht.

Was sagt die Bibel über Freiheit?

Paulus schreibt an die Galater (5) und ermahnt sie, standhaft zu bleiben und sich nicht erneut unter das Joch der Sklaverei zu begeben. Er bezieht sich auf das Gesetz (genau gesagt, jüdische Lehrer zählten bis zu 613 Gebote, die es im Gesetz des Mose zu befolgen galt. Diese allein zu kennen war eine Belastung, und es grenzte an das Unmögliche, sie beizubehalten.) Der Apostel ermahnt die Galater, sich vor den Juden zu hüten, die versuchten, sie wieder in die Knechtschaft des Gesetzes zu bringen.

Dieses Konzept ist für uns heute genau so relevant, wie für die Galater damals. Viele Erwartungen, menschliche Regeln die wir krampfhaft versuchen einzuhalten, Traditionen die zu Götzen werden, eigene Sünden, unser Denken und Handel, nehmen uns gefangen.


Ich bin überzeugt, dass Gott auch Freiheit für uns vorgesehen hat indem wir beispielsweise in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen ohne Schuldgefühle auch mal "Nein" sagen können, indem wir vergeben und loslassen, indem wir sündhafte Verhaltens- und Denkmuster ablegen, frei von den falschen "ich sollte" und "ich müsste", frei von den Anklagen, frei von den ständigen Leistungsdruck, so frei zu sein, dass wir auch in unserer Beziehung zu Jesus völlig ehrlich und transparent sein können.



Das Paradoxe an der Freiheit ist, dass unser eigener freier Wille uns auch "verdorben" hat. Ohne Freiheit und die Fähigkeit zur freien Entscheidung wäre der Mensch wohl nicht in die Sünde gefallen, oder? Dies ist ein Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen: zwischen der ersehnten Freiheit und den Gefahren der Freiheit, die uns die Möglichkeit bietet, in der entgegengesetzten Richtung zu gehen. Mit anderen Worten, obwohl ich zur Freiheit berufen bin, kann Ich mit meinem freien Wille mich auch im Wege stehen und verhindern, dass ich wahre Freiheit erlange.


Ein Beispiel:

Wenn ich meine Verletzungen (die unbewusst oder bewusst Einfluss haben) mit mir rumschleppe, sie nicht wahrhaben oder anerkennen möchte, bedeutet es, dass ich mich selbst im Wege stehe. Ich habe mich, grad durch meinen freien Willen entschieden, sie zu unterdrücken und nicht ans Licht zu bringen. Diese Entscheidung verhindert nicht meine Beziehung mit Jesus aber sie erschwert und beschränkt die wahre, vollkommene Freiheit in ihm, da ich eine Last trage die ich nicht tragen muss. Gottes Angebot der Freiheit steht immer zur Verfügung.


Der Weg zur Freiheit

Wie kann ich aufhören, mir selbst im Weg zu stehen? Wie kann ich der Freiheit näherkommen, die ich mir so wünsche und die Gott mir gerne schenken möchte?


Wahre Freiheit kann nur durch Wahrheit geschehen. Freiheit ist wünschenswert, doch sie kommt nicht ohne Aufwand: es erfordert komplette Abhängigkeit der Gnade Gottes und Mut, in Freiheit zu verbleiben.

Der Weg zur Freiheit besteht darin, dass ich mir meiner Fesseln bewusst werde und wenn ich bereit bin, die Wahrheit ins Auge zu schauen. Was genau hält mich gefangen und was hindert mich daran, mich von diesen Fesseln zu befreien? Wahre Freiheit kann nur durch Wahrheit geschehen. Freiheit ist wünschenswert, doch sie kommt nicht ohne Aufwand: es erfordert komplette Abhängigkeit der Gnade Gottes und Mut, in Freiheit zu verbleiben. Es ist Teil eines immer-kontinuierlicher-Heiligung-Prozess.


In meinem persönlichen Leben, habe ich erkannt, dass meine "Fesseln", die mich gerne gefangen halten, meine Ängste sind - Ängste bezüglich der Meinung anderer über mich und die Angst, dass ich nicht genüge. Im Grunde genommen sind es Lügen, aber sie existieren. Sie lauern auf einen Augenblick der Vulnerabilität in dem sie mich angreifen können. Ich merke immer wieder, wie es mich einengt, wie es mir meine Freude und meine Freiheit raubt, wenn ich in ihre Falle gerate.

Ich werde unruhig und mein "Wandeln mit Gott", wird zum "Rennen und ermüden".


Die gute Nachricht ist, dass ich nicht stillstehen muss und mich von dieser Schwerkraft treibenlassen muss. Ich darf mit der Wahrheit Gottes entgegen kommen - ich darf wissen und aussprechen, dass ich genüge. Und diese Wahrheit, macht mich frei. Ich komme an. Ich atme auf. Ich werde frei.


 
 
 

Kommentare


Du hast Fragen und würdest gerne dein Anliegen mit mir teilen?
Ich freu mich von Dir zu hören. 

  • Instagram
  • WhatsApp

Kontakt

Danke für ihre Nachricht !

©2024 Free Indeed. Datenschutz / Cookies und Impressum

bottom of page